Eine »nette Hitler-Gemeinde« im »Judenland«. Die Landesgruppe der NSDAP in Palästina.

In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts lebten rund 2.500 nicht-jüdische deutsche Staatsbürger in Palästina. Bereits vor 1933 traten erste Personen dieser Palästina-Deutschen der NSDAP bei, bis 1939 war jeder dritte Erwachsene im Besitz des braunen Parteibuches.

Die Geschichte der Landesgruppe der NSDAP ist ein einzigartiges Beispiel für die Selbstnazifizierung einer deutschen Gemeinschaft jenseits der Grenzen des Dritten Reiches auf einem Terrain, das zunehmend jüdisch geprägt war und unter britischer Herrschaft stand. Dies sollte gravierende Folgen für die Beziehungen zu den jüdischen, arabischen und britischen Nachbarn haben und zugleich das Ende des seit der Mitte des 19. Jahrhunderts existierenden Kolonisationsprojekts pietistischer Siedler in Palästina einleiten.

Ralf Balcke ist Autor des Buches »Hakenkreuz im Heiligen Land – Die NSDAP-Landesgruppe Palästina« und referiert zu diesem Thema am Donnerstag dieser Woche im Oberhausener Druckluft. Los geht es um 20 Uhr, Veranstalter ist die Antifa3D in Kooperation mit der Ruhrwerkstatt.

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