In Memoriam Theo Van Gogh

„Der Tag, als Theo van Gogh ermordet wurde“
Ein Film von Esther Schapira und Kamil Taylan

Montag, 2. November 2009 um 18.30 Uhr im SBZ Krähenfuß
[Ostflügel der Humboldt-Universität zu Berlin]

Nach Ausstrahlung des Films „Submission“ über die Unterdrückung der Frau durch den Islam erhielt der Regisseur Theo van Gogh verstärkt Morddrohungen. Am 2. November 2004 wurde er gegen neun Uhr in der Amsterdamer Linnaeusstraat ermordet. Eine öffentliche Hinrichtung.

Van Gogh war mit dem Fahrrad unterwegs zu seinem Büro, als ihn ein Mann auf einem Fahrrad einholt und sofort auf ihn zu schießen beginnt. Van Gogh versucht noch, auf die andere Straßenseite zu flüchten. Er fleht den Mörder noch an, ihn zu verschonen, aber der Mann schießt weiter. Dann schneidet ihm der Attentäter die Kehle durch und heftet mit einem Messer ein fünfseitiges Bekennerschreiben an den Körper. Nach der Tat flüchtet der Täter. Später wird er von der Polizei nach einem Schusswechsel verletzt festgenommen. Der Attentäter ist der zum Tatzeitpunkt 26 Jahre alte Amsterdamer marokkanischer Herkunft, Mohammed Bouyeri, der in den Niederlanden geboren wurde und aufgewachsen ist. Er besitzt die marokkanische und niederländische Staatsbürgerschaft und galt als gut integriert. War es also ein überraschender Amoklauf, die tragische Tat eines psychisch gestörten jungen Mannes?

Esther Schapira schildert in ihrem Dokumentarfilm die Hintergründe dieser öffentlichen Hinrichtung. Sie geht den Spuren des Mörders nach und findet heraus, dass es sich bei Mohammed Bouyeri keineswegs um einen Einzeltäter handelt, sondern dass er einer unter Beobachtung des niederländischen Geheimdienstes stehenden Terroristenzelle angehörte. Bouyeri hatte Kontakte bis in die oberen Ebenen der Al Quaida. Esther Schapira zeigt aber auch, dass der Mord an van Gogh eigentlich Aryan Hirsi Ali, einer holländischen Abgeordneten, Frauenrechtlerin und Feministin aus Somalia galt, die mit van Gogh zusammen den Film „Submission“ entwickelt hatte.

Mit Theo van Gogh wurde nicht nur ein umstrittener Filmemacher ermordet, sondern auch der Freiheit des offenen Wortes der heilige Krieg erklärt. Ein Mord wie der an Theo , sagt einer seiner besten Freunde im Film, ist wirkungsvoller als jeder große Anschlag mit 200 Toten. Dieser eine Anschlag hat das Leben sofort verändert, denn jetzt traut sich keiner mehr so offen seine Meinung zu sagen wie früher.

‚Der Tag als Theo van Gogh ermordet wurde‘ ist eine beklemmende Dokumentation über die erschreckende internationale Vernetzung des islamischen Terrors und die zunehmende Angst, die Menschen verstummen und die Gefahr herunterspielen lässt.

‚Der Tag als Theo van Gogh ermordet wurde‘ spielt in Holland – aber das ist Zufall, denn er hätte überall in Europa spielen können. Dieser Film geht…sagen wir: alle an…

HUmmel Antifa – antifaschistische Hochschulgruppe der Humboldt-Universität zu Berlin

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