Vortrag: Schadenfreude. Islamforschung und Antisemitismus nach 9/11

Der Islamismus ist eine der größten Gefahren für Israel. Die Muslimbruderschaft ist die größte antisemitische Organisation in der arabischen Welt und hat nach dem vermeintlichen „Arabischen Frühling“ die Macht in Ägypten zum Greifen nahe, während die Türkei sich endgültig vom Westen abzukehren scheint. Manche Deutsche beten für die Taliban; aus Ahmadinejads Aufrufen zur Zerstörung Israels werden „Übersetzungsfehler“, und 64 Prozent der Deutschen können sich über den Tod Osama Bin Ladens nicht freuen. 

Die Anschläge vom 11. September 2001 veränderten die Welt. Seither werden Kritiker des Jihad als „Hetzer mit Parallelen“, „Panikmacher“ oder „Aufklärungsfundamentalisten“ bezeichnet. Der Vortrag mir Clemens Heni hinterfragt die Islamforschung in Deutschland nach 9/11: Sind deutsche Islamforscher ein „Geschlecht erfinderischer Zwerge, die für alles gemietet werden können“ (Bertolt Brecht), oder doch Überzeugungstäter? Welche Beziehung gibt es zwischen Islamforschung und Antisemitismus? Einer der weltweit einflussreichsten Islamisten, Yusuf al-Qaradawi, wird von ihnen als „moderat“ bezeichnet. Clemens Heni hat 2011 das bislang einzige umfassende Buch zur deutschen Islamforschung nach dem 11. September 2001 publiziert.

Der Vortrag „Schadenfreude. Islamforschung und Antisemitismus in Deutschland nach 9/11“ findet am 14. Februar im Oberhausener Druckluft statt. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Dr. Clemens Heni (Jg. 1970), Autor des gleichnamigen Buches, hat in Tübingen, Bremen und an der FU Berlin studiert, Promotion über die „Salonfähigkeit der Neuen Rechten“ in Innsbruck (Österreich) im Jahr 2006. 2008/2009 an der Yale University. 2002 hielt er seinen ersten internationalen Vortrag an der Hebräischen Universität Jerusalem.

2 Gedanken zu „Vortrag: Schadenfreude. Islamforschung und Antisemitismus nach 9/11

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