Mein Abend bei den Antisemiten

Am vergangenen Donnerstag (15. Juli) machte Inge Höger – ihres Zeichens begeisterte Schiffsreisende, Bundestagsabgeordnete und passionierte Antisemitin – auf ihrer Deutschlandtour Halt in Duisburg (Vorbericht).
Unsere Gastautorin Désirée E. war da.

Für 18 Uhr war die Veranstaltung angesetzt. Natürlich sollte man zu einem Kameradschaftsabend pünktlich erscheinen – dachte ich zumindest. Trotzdem dauerte es noch eine knappe Stunde, bis es endlich losging. Grund für die Verspätung waren vor allem „Schmierereien“ an der Außenwand der Alten Schleiferei, die sich kritisch auf die zu erwartende Stoßrichtung des Abends bezogen, und die einer genauen und zeitaufwendigen Begutachtung bedurften. Anwesende Akteure der Roten Antifa Duisburg vermuteten „die Antifa“ als Täter. Wieder was gelernt.

Als es dann schließlich zur Sache ging, erwies sich die vorangegangene Verspätung als meine Gnadenfrist. Was folgte war der angekündigte „Vortrag“ von Höger zu ihrem Segeltörn. Der versprochene Ehrengast von der kurz zuvor verbotenen IHH, Ridvan Kaja aus Istanbul, fehlte allerdings. Begründet wurde sein Fehlen mit der angeblichen Schwierigkeit für Türken, in Deutschland ein Visum zu bekommen. In diesem Zusammenhang – und nach dem hanebüchenden Hinweis darauf, das es zwischen der deutschen und der türkischen IHH keine Verbindung gäbe – verlas Höger die Stellungnahme ihrer Partei zum Verbot der IHH.

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